Ich weiß auch nicht da versucht man sich Gedanken über Regelmäßigkeiten bei der ganzen Bloggerei zu machen, schreibt ganz paar längere Artikel von denen man eigentlich denkt, dass sie einen Nutzen stiften und kaum einer liest sie bzw. es hält sich die Resonanz in Grenzen. Das ist jetzt nicht falsch zu verstehen ich mach mir nicht die Illusionen tausende Besucher anzuziehen und letztlich schreib ich ja auch für mich, aber ein wenig Gedanken macht man sich dann ja doch. Da kann mir einer erzählen, was er will.
Dann das Paradoxon. Man schreibt 4-5 Sätze um einen Link herum, der zwar vielleicht noch einen gewissen Unterhaltungswert hat aber nicht viel mehr als kurzweilig ist und plötzlich strömen die Links herein, ähnlich die Besucher und auch im AdSensemenü schlägt sichs nieder. Ich weigere mich zu glauben, dass die Oberflächlichkeit auf Dauer siegt. Ich meine so Sachen wie der Hype bei Spreeblick um Grup Brechreiz bestätigen aus meiner Sicht nur die Ausnahmen von der Regel, aber sowas ist ja nun offensichtlich in letzter Zeit keine Seltenheit mehr.
Nicht, dass mich hier einer falsch versteht ich freue mich über jeden, der mir auf meiner Seite einen Besuch abstattet. Ich schreibe schließlich nicht zu letzt für meine Leser, aber auch solche Dinge müssen eben mal angesprochen werden.
Bloggerparadoxon
25.April 2006
Gepostet um 21:30 abgelegt unter Bloggen

Ich bin absolut deiner Meinung. Auch ich bin immer wieder ernüchtert, wenn ich mein Herzblut in einen Artikel stecke und kein Feedback bekomme und auch kaum jemand ihn lesen will und manchen Quatsch, den ich so von mir gebe dann plötzlich wahr genommen wird. Ich habe zumindest die Erfahrung gemacht: egal wie interessant der Artikel geschrieben ist - je länger er ist, umso uninteressanter scheint er zu sein. Wenn ich allerdings viel zu einem Thema zu sagen habe, hilft mir das nicht.
Ich geb dir Recht, allerdings möchte ich nicht allein auf die Länge eines Artikels abstellen. Interessiert mich ein Artikel ist auch die Länge von nachrangiger Bedeutung.
Wie gesagt für mich ist es ein Paradoxon und die Lösung liegt nicht unbedingt auf der Hand.
[…] In einem meiner neuesten abonnierten Feeds von kk-works.de bin ich auf das Bloggerparadoxon gestoßen. Es beginnt recht einfach mit der alltäglichen Arbeit, Routine oder der Lust am Schreiben: [..]Artikel von denen man eigentlich denkt, dass sie einen Nutzen stiften und kaum einer liest sie bzw. es hält sich die Resonanz in Grenzen. […]
Ich verstehe das Problem aber ich kann mal aus der Sicht des ‘Blogkonsumenten’ berichten.
Kurze, knackige und unterhaltsame Artikel reizen einen ehr zu einem Schnellschuß, also mal eben kurz ein Kommentar abgeben. Es muß nichts wildes sein, einfach seine schmerzenden Lachmuskel verewigen oder seine Zustimmung, bzw. Ablehnung verkünden. Das geht auch wenn man mal schnell in der Pause Blogs liest.
Findet man einen gehaltvollen Artikel, will man aber auch nichts banales dazuschreiben. Der Kommentar muß auch wohl durchdacht, passend und hochwertig sein. Man will sich ja nicht blamieren. Oder aber, der Kommentar würde zu lange werden und dafür hat man keine Zeit. “Das mach ich nachher …” denkt man oft - und wir wissen alle, was aus diesem ‘nachher’ wird, gerne schnell mal ein ‘nie’.
Mir ist selbst bewußt, dass ein kurzes ‘Danke, toller Beitrag’ dem Autor Lohn genug ist aber da kommt dann sofort der Gedanke auf, dass andere denken:”Der will nur ins Blog, dämlicher spammer gibt auch noch seine Webseite an”.
*ächz* So, das war, so glaube ich, mein längster Kommentar…
Ich danke dir für deinen längsten Kommentar, Frank. Über die Sache mit dem qualitativen Kommentar hab ich mir noch nicht so die Gedanken gemacht, denn wie du richtig sagst erfüllt einen ein einfaches “Gut gemacht” natürlich auch mit Stolz.
Was ich allerdings auch immer wieder sage ist, dass die vor allem Zeit in dieser schnelllebigen Welt immer wichtiger wird und daher ist meine Sicht der Dinge immer diese, dass man in der Zeit, die einem zur Verfügung steht möglichst viel Nutzen erzielt.
Natürlich kann man das Argument auch so auslegen, dass eben gerade der Zeit wegen kurze amüsante Beiträge erfolgreicher sind. Aber auf Dauer profitiert man eben von der Lacherei weniger als von anderen Informationen. Schwierige Sache.
Ich habe ähnliche Beobachtungen auch schon angestellt und glaube, an Franks Einschätzung (4.) ist einiges dran.
Kurze Statements aus dem Bereich des “Guckt mal hier” oder des gerade persönlich Erlebten fordern wohl eher zum unmittelbaren Kommentieren heraus als längere Artikel, die erst einmal zum Nachdenken anregen.
Ich denke, das ist weder schlecht noch gut und sollte auch keinerlei Einfluss auf das haben, was und wie man schreibt.
Es stimmt schon - lange Artikel = wenig Resonanz. Und meiner Meinung nach ist es auch wichtig, den Leser immer direkt aufzufordern ala “…und wie sind deine Erfahrungen zum Thema?”
Heute zum Bleistift habe ich lieber einen ganzen Artikel bei mir (inkl. Trackback) verfasst, als dass ich einen ersten langen Kommentar hier reinschrieb… sowas kommt auch gerne bei den Lesern vor, die ein eigenes Blog haben.
Das Thema Trackbacking ist natürlich nicht zu vergessen, da hat Mike schon recht. Das ist eine ganz andere Art von Kommentar und eigentlich noch ein größeres Lob für den Autor.
Bloggerparadoxum - oder die Lust und der Frust beim Bloggen…
Knut, von kk-work.de bringt heute in seinem Blog ein interessantes Thema zur Sprache, gibt es das Bloggerparadoxum und wenn, was ist es, bzw. was kann man dagegen tun?
Das es das Bloggerparadoxum gibt, wird durch die Kommentare bei Knut eigentlich erh…
Ich glaube nicht, dass das - definitiv vorhandene - Phänomen so neu ist. In meinen Augen greift da der Schmidt-Raab-Vergleich: Stefan Raabs bunte Häppchen bringen Quote - Harald Schmidt bringt “Image” (oder auch “Ruf”). Wobei ich bei diesem Vergleich natürlich Harald Schmidt eine höhere / hohe Qualität zuordnen würde.
Man könnte es auch anders formulieren: Mit den “Häppchen” kommt man in die Liste der “Top 50″-Beiträge, mit den guten Texten kommt man in den Feedreader…
[…] Und passend dazu das Bloggerparadoxon, auf das Telagon Sichelputzer und auch KK-Works, der Initiator des Themas, eingehen. […]
@ Boris
Das kommt auf die Präferenzen an, die man sich selbst setzt finde ich. Ich hab ne zeitlang fast nur noch längere Beiträge geschrieben und das Feedback bekommen, dass das auch nicht das wahre ist, was ja auch richtig ist, aber wenn man eben viel zu sagen hat schreibt man eben. Hat man hingegen nichts zu sagen sollte man auch mal damit leben nichts zu schreiben.
@ Mike
Gegen Trackbacks habe ich überhaupt nichts. Im Gegenteil ich finde sie sind eine sehr gute Variante vor allem die Kommunikation unter den Bloggern zu pflegen. Give credit where credit is due. Fällt mir dazu immer ein.
@ Stefan
Der Fernsehvergleich gefällt mir. Wobei auch Stefan Raab ja nicht mehr allzu gut da steht, was die Quoten angeht. Aber im Grunde stimmt das schon.
@Knut: Die Quoten von TVTotal sind in der Tat eher ruckläufig - aber der Kommentar war so schön und knackig ;)
[…] Ich möchte einmal Stefan Evertz aus den Kommentaren zum Bloggerparadoxon zitieren: In meinen Augen greift da der Schmidt-Raab-Vergleich: Stefan Raabs bunte Häppchen bringen Quote - Harald Schmidt bringt “Imageâ€? (oder auch “Rufâ€?). Wobei ich bei diesem Vergleich natürlich Harald Schmidt eine höhere / hohe Qualität zuordnen würde. […]
und weil der artikel hier so kurz ist, melde ich mich auch direkt mal ;)
mir geht das auch manchmal so - und ich schreibe LANGE artikel! aber dank evermore (nur ein paar sätze und dann “weiterlesen”) glaube ich ändert sich das stark!
ich danke mir das als leser so: “ach jetzt wo ich die seite schon aufgerufen hab, kann ich auch komplett lesen und kommentieren”.
tatsächlich hat sich meine kommentar-quote seit dem ich das weiterlesen hab stark erhöt! und ich selbst habe auch was dabei gelernt: interessante artikel-anfänge schreiben!
killercup
[…] Da hat Knut Karnapp mit seinem Bloggerparadoxon eine wirklich interessante Diskussion losgetreten. Martin Labuschin hat mit dem Beitrag Artikel-Frequenz bei Weblogs für passenden Geleitschutz gesorgt und Robert Basic greift beide Ideen auf und werkelt daraus einen paradox langen Beitrag im Rahmen seines Hochfrequenz-Bloggings zusammen. […]
[…] Und wie Gerald werde ich in Zukunft natürlich auch weniger, kürzer, knackiger, hypiger etc. schreiben, damit ich mehr Besucher, Kommentare, Ruhm und Ehre bekomme. Knuts These entspricht durchaus der einen oder anderen Erfahrung aus meiner noch recht kurzen Blogger-Karriere. Fazit: Kurz fassen ist angesagt. […]
[…] Bei meinen Streifzügen durch “echte” Blogs bin ich über diesen Artikel hier gestolpert, der sich dem interessanten Blogger-Paradoxon widmet. Ich weiß auch nicht da versucht man sich Gedanken über Regelmäßigkeiten bei der ganzen Bloggerei zu machen, schreibt ganz paar längere Artikel von denen man eigentlich denkt, dass sie einen Nutzen stiften und kaum einer liest sie bzw. es hält sich die Resonanz in Grenzen. Das ist jetzt nicht falsch zu verstehen ich mach mir nicht die Illusionen tausende Besucher anzuziehen und letztlich schreib ich ja auch für mich, aber ein wenig Gedanken macht man sich dann ja doch. Da kann mir einer erzählen, was er will. […]
[…] Ich bin der Meinung zunehmend etwas Abwechslung in der Bloggerei wahrzunehmen. An immer mehr stellen finden sich Podcasts und manchmal sogar schon Vidcasts. Heutzutage ist das kein Problem mehr, dank YouTube & Co. kann jeder ohne weiteres Unmengen an Daten ziemlich schnell auf den Weg bringen. Und trotzdem werden die Möglichkeiten vergleichsweise selten genutzt. Gerade gestern hab ich wieder eine Statistik gesehen, die mich dann auch dazu gebracht hat diesen Beitrag zu schreiben. Das Angebot an Pod- & Vidcasts wird demnach von nur ca. 5% der Blogleser genutzt. Ich halte das für eine extrem niedrige Quote. Wenn ich die Statistik richtig deute wären das dann bei einer Seite mit 1000 Besuchern gerade mal 50 Leute, die den Podcast anhören. Dabei ist gerade der Podcast doch eine so herliche Sache. Man spielt ihn sich einfach auf den Mp3 Player und hört ihn an, wo es einem beliebt. Das erste mal kam ich zu den Web Essentials 2005 mit dieser Art von “Content” in Berührung und ich war begeistert. Man kann den Inhalt genießen ohne dabei an das Internet bzw. einen Rechner gebunden zu sein, wie das ja beim Lesen von Blogs bspw. immer noch der Fall ist. Ich hoffe davon in Zukunft immer mehr zu sehen. Für mich hat das ganze noch eine weitere Frage aufgeworfen. Warum experimentieren nicht zumindest mehr Leute damit rum. Gerade im deutschsprachigen Raum fallen mir auf Anhieb ganze 2 Beispiele ein der Technikwürze Podcast und der Podcast vom Spreeblick. Ich denke ein Hauptproblem ist der Inhalt. Eine Vielzahl der Blogeinträge sind in 30 Sekunden gelesen, womit wir wieder beim Bloggerparadoxon vom Beginn der Woche wären. Ein Podcast dagegen ist mit 30 Sekunden nicht getan. Oft steckt sehr viel Arbeit drin und vor allem vom Inhalt her auch eine ganze Menge mehr als in einem normal proportionierten Blogeintrag. Ein weiteres Problem sehe ich auch noch in der Anonymität. Bei sehr wenigen Blogs (meinen bis vor kurzem eingeschlossen) sieht man ein Bild oder gar eine Beschreibung von dem, der da bloggt. Ein Pod- oder Vidcast würde dahingehend manchen sicher auch eine Menge Überwindung kosten. Schon allein durch das Schreiben dieses Beitrags hab ich mir selbst noch mehr Lust gemacht diese Arten der Bloggerei zumindest mal zu probieren. Mal schauen, vielleicht gibts hier ja in absehbarer Zukunft etwas derartiges zu berichten. Wie seht ihr die Zukunft von Pod- & Vidcasts? […]
[…] Knut Karnapp von kk-works.de hat diesen Artikel eingeschickt - Bloggerparadoxon […]
Ich glaub’ damit muss man einfach leben. Bild und Gala haben ja auch mehr Leser als die Zeit oder Geo …
Besonders in unserer Zeit wo man ständig mit Informationen überfüttert wird, nehmen sich die wenigsten noch Zeit sich auf längere Artikel zu knozentrieren. Man könnte ja in der Zwischenzeit was verpassen!
Jetzt mal ehrlich, würdet Ihr Euch beschweren, wenn ihr 20 x so viele Besucher bekommt, nur weil ihr gerade einen Hype mit angezettelt habt? Klar, man freut sich, wenn die Stambesucher sich zu einem besonders ausgearbeiteten Beitrag äussern, aber von heute auf morgen auf einem unwichtigen Beitrag ( warum hat man den denn geschrieben ) viele Besucher = viele Werbleklicks zu haben, tut doch auch nicht weh.
Stammleser gewinn man so sicher nicht, aber ist dass denn mit solchen Beiträgen gewollt? Sicherr nicht. Es zwingt einen ja auch keiner dazu über irgendwelche Grups zu schreiben. Wenn man es aber macht, soll man sich nicht beschweren, wenn das auch noch gelesen wird..
Hallo Markus,
darum ging es mir überhaupt nicht ich freue mich wie gesagt über jeden, der über meine Seiten stolpert zu welchem Thema auch immer. Für mich verwunderlich ist eben nur, dass vergleichsweise flache Beiträge oft eine Vielfaches an Aufmerksamkeit bekommen, als das bei wirklich ausgefeilten Artikeln der Fall ist.
[…] Knut Karnapp von kk-works.de hat diesen Artikel eingeschickt - Bloggerparadoxon […]
[…] An einer Tatsache ändert aber auch diese These nichts: Ohne einen entsprechenden “Inhalt” steigern auch solche Lastspitzen nicht die Leserzahlen - aber das ist dann wohl die andere Seite vom “Bloggerparadoxon” (siehe dazu den lesenswerten Beitrag unter www.kk-works.de). […]
Bloggerparadoxon…
Knut Karnapp, kk-works: Bloggerparadoxon1
Stimmt leider. Es lohnt sich nicht mehr viel Zeit, Schweiß und Arbeit in lange Texte zu investieren. Es wird mehr geklickt als gelesen.
1 via
……
Bloggerparadoxon 2…
Wenn Blog A auf Blog B verlinkt, dann meckern kommentieren die Leser grundsätzlich bei Blog A. Niemals bei Blog B.
……
[…] den da sein Beitrag bin ich auf den da gestoßen und da habe ich mir überlegt, mal wieder auf den da hinzuweisen. […]
Deine Überlegungen scheinen ganz normal für eine/n Blogger/in zu sein… mir ging ähnliches durch den Kopf, was aber schon etwas länger her ist. Es trifft gleich noch ein Ping und ein Trackback von mir bei dir ein…