AdSense für Einsteiger - Ads steuern

23.März 2006

Nachdem Robert bereits den Anfang gemacht hat will ich heute auch in die Materie einsteigen, wie man zumindest ansatzweise Einfluss auf die Ads nehmen kann, die man geliefert bekommt. Bisher haben wir das Aussehen und die Platzierung der Ads versucht etwas auf Vordermann zu bringen, um die CTR zu verbessern. Allerdings hat keiner dieser beiden Faktoren Einfluss darauf welche Einblendungen auf der Seite erscheinen. Doch gerade darüber sollte man sich ein paar Gedanken machen, da niemand auf Einblendungen klicken wird, die ihm nicht relevant erscheinen.

Wenn man sich die Bedingungen für das AdSenseprogramm bei Google durchliest klingt es so, als würde der Suchmaschinenriese bestimmen, welche Ads auf der Seite erscheinen. Tatsächlich ist es allerdings so, dass man zumindest ein paar Dinge tun kann, um das Auftauchen irrelevanter Banner unwahrscheinlicher zu machen.

Die Theorie ist einfach je relevanter eine Werbung ist desto größer ist die Chance, dass darauf geklickt wird. Dabei spielt der Inhalt ohne Zweifel die entscheidende Rolle. Googles Robots durchforsten die Seiten nach und liefern Ads basierend auf den Stichwörtern, die sie vorher entdeckt haben. Dabei sind Grafiken und andere Spielerei irrelevant, da diese von den Robots nicht “gelesen” werden können. Was im Endeffekt bedeutet, dass man seine Seiten auf den Besuch dieser Gäste vorbereiten kann. Einmal in dem man sich eben auf übermäßigen Grafikgebrauch, zumindest was die Vermittlung von Inhalten angeht, zurückhält und zum anderen natürlich durch guten Inhalt. Im folgenden möchte ich ein paar weitere Möglichkeiten zur Steuerung der Ads diskutieren.

Stichwörter

Wie oben schon angesprochen beschränken sich die Robots auf das, was geschrieben wurde. Es liegt also auf der Hand, dass es eine Überlegung wert ist manche Wörter in Texten häufiger auftauchen zu lassen als andere. Allerdings ist damit keinesfalls Keywordspam gemeint, davor sollte man sich strikt hüten. Denn wer sich darin einmal verstrickt kommt wohl nicht so schnell wieder da raus wie BMW. Aber nicht nur im Inhalt selbst machen Keywords Sinn. Gerade auch aus SEO Gesichtspunkten ist eine gute Wortwahl innerhalb von Elementen sinnvoll. Aber ums nochmal zu sagen. Lasst es nicht in Spam ausarten. Einen guten Überblick darüber, wie einzelne Stichwörter belohnt werden bieten u.a. Googlest.com und Clickhereforit.com.

Metatags

Vielleicht liegts an mir, aber ich hab in den Dokumentationen, die Google anbietet nix über die guten alten Metatags gelesen. Dabei liest man gerade in Foren immer wieder davon, dass diese relevant sind. Im allgemeinen macht man also nichts verkehrt, wenn sich in den Metatags des Blogs ein paar Stichwörter wiederfinden, die beschreiben, was man beschreiben möchte.

Richtung halten

Ich hab das im Zuge der Blogdesign Tipps auch schon angesprochen. Wer wiederholt zu ähnlichen Themen bloggt gibt den Robots mehr Gelegenheit zu “verstehen” über was man schreibt. Was sich letztlich in relevanteren Ads auszahlen sollte.

Immer mit der Ruhe

Gerade bei weniger frequentierten Seiten kann es eine Weile dauern bis sich Veränderungen einstellen. Also immer mit der Ruhe. Wenn man ein paar Dinge im Hinterkopf behält und sein Bloggen darauf einstellt macht man langfristig nichts falsch, sondern mehr richtig.

Gepostet um 10:00 abgelegt unter Adsense 

5 Kommentare bisher.
1. | Jan Tißler schrieb am 25. März 2006 um 20:25

Vielleicht noch ein paar Ergänzungen: Die Metatags spielen für Google keine Rolle und werden auch von anderen nennenswerten Suchmaschinen nicht mehr für die Bewertung von Internetseiten benutzt. Ebenso ist es bei AdSense. Wie man liest, spielt der direkt bei der Anzeige stehende Text eine Rolle. Zudem befinden sich die besten Anzeigen wohl im ersten Anzeigenblock. Auf beide Punkte sollte man entsprechend achten. Und zur Optimierung könnte man auch mit dem experimentieren, was Google “Zielgruppenausrichtung von Abschnitten” nennt. Idealerweise beschäftigt sich das eigene Blog übrigens mit nur einem Thema. Denn dann hat man von Beginn an recht passende Anzeigen, sofern es zu diesem Thema überhaupt genügend Anzeigen gibt…

2. | Knut Karnapp schrieb am 26. März 2006 um 11:26

Hallo Jan,
ich danke für deine Ergänzungen. Zu den Metatags allerdings liest man geteilte Meinungen. Idealer Weise sollte es um ein Thema gehen, aber das ist bei den meisten Blogs leichter gesagt, als getan. Aber warum auch nicht, schließlich steht wohl im allgemeinen AdSense nicht an erster Stelle.

3. | kk-works.de » AdSense für Einsteiger - FAQ schrieb am 26. März 2006 um 15:49

[…] Diese Frage zielte darauf ab, ob ein Blogger sich auf die hochbezahlten Ads ausrichten sollte, um so mehr aus seinen AdSenseeinnahmen zu holen. Die Antwort dazu kann eigentlich nur nein sein, denn selbst wenn es einem gelingt sich teuer bezahlte Ads auf die Seite zu holen müssen die Leute immer noch draufklicken und das ist, wie sich im letzten Teil der Serie herausgestellt hat, eng verbunden mit der Relevanz der jeweiligen Einblendungen. Im Ergebnis sollte man sich also mehr darum bemühen seine Ads relevanter zu machen, als sich zu verbiegen, um hochbezahlte Einblendungen auf die Seite zu bekommen, die dann keiner anklickt. […]

4. | Jan Tißler schrieb am 29. März 2006 um 22:30

Metatags kann man der Vollständigkeit halber natürlich einsetzen. Das Problem ist nur, dass häufig noch die Meinung verbreitet wird, man könne damit etwas Nennenswertes bei Suchmaschinen erreichen. Das ist aber definitiv nicht mehr so. Dafür sind die Metatags einfach zu leicht zu manipulieren. Mit Linktexten und Links aus passenden redaktionellen Zusammenhängen sieht das schon anders aus. Ich kann mit einer Seite bei Google vorn landen, die den Begriff nicht einmal im Text enthält - siehe Suche nach “miserable failure” (”klägliches Versagen”) bei der Google-Websuche. Erster Treffer ist noch immer die offizielle Biographie von George W. Bush.

5. | Knut Karnapp schrieb am 30. März 2006 um 8:58

Danke für die zusätzliche Erläutertung. Und das mit George W. ist wirklich n Ding, es reicht im übrigen sogar failure (zumindest das letzte mal, als ich es probiert habe).

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