So schön und passend wir die Ads im letzten Teil der Serie auch gemacht haben. An der falschen Stelle werden sie ihre Wirkung verfehlen. Neben dem Aussehen der Einblendungen ist ihre Positionierung wohl mit der entscheidende Faktor. Nicht umsonst zahlen Werbende ein Vielfaches, um bspw. in der Werbung bei Wer wird Millionär zu laufen. Das Konzept ist logisch. An der richtigen Stelle wird eine Werbung von einer Vielzahl der Leute gesehen, was am Beispiel von AdSense im Idealfall eine Vielzahl an Klicks bedeuten würde.
Um herauszufinden, wo in seinem Blog man AdSense platzieren sollte muss man in Erfahrung bringen, wo die Leser hinschauen. Einige der Faktoren, die dabei in Frage kommen möchte ich im Folgenden etwas näher beleuchten.
Lesegewohnheiten
Allgemein gilt es die Lesegewohnheiten der Besucher des Blogs zu erforschen. Was erweckt Aufmerksamkeit? Was lässt die Leute klicken?
Wie ich bereits angedeutet habe macht es wenig Sinn Ads an Stellen zu platzieren, wo sie niemand wahrnimmt oder sie zwar wahrgenommen, aber ignoriert werden. Und wo schauen die Leute hin? Zum Inhalt verständlicher Weise. Also müssen die Ads mit dem Inhalt auf Augenhöhe sein, was soviel heißt, dass sie zumindest in Reichweite sein sollten. Wenn sie dann noch relevant sind steigt die Klickwahrscheinlichkeit immens. Doch auf die Ad Relevanz komme ich in einem späteren Teil noch zu sprechen. Halten wir also fest, dass die Leser logischer Weise dem Inhalt folgen und selbiges sollten auch die Einblendungen tun.
Google selbst bietet dazu übrigens auch eine Menge Tipps, die man ruhig mal durchgelesen haben kann.
Above the “fold”
Was man immer wieder liest, wenn man sich mit Thema Positionierung auseinandersetzt ist above the fold. Klingt so erstmal wenig aussagekräftig, beschreibt aber nichts weiter, als das, was man sieht wenn eine Seite neugeladen wird. D.h. der Scrollbalken befindet sich ganz oben. Es gibt im allgemeinen nicht viel was im Internet zu 100 (naja sagen wir 99)% erwiesen zu sein scheint. 2 Dinge fallen mir ein. Blau ist allgemein anerkannt, als die Farbe der Links und Internetnutzer neigen dazu wenig bis gar nicht zu scrollen. Und genau auf letzteres ist mit above the fold gemeint. Der Teil der Seite, der ohne Scrollen sichtbar ist.
Und genau das ist der Teil einer Seite, der zuerst in Frage kommt, wenn es um die Positionierung der Ads geht. Die Links, die above the fold zu sehen sind beeinflussen die Wahrscheinlichkeit der Klicks auf die AdSensebanner. Daher müssen viele Banner nicht unbedingt immer viele Klicks bedeuten.
Google selbst platziert hochbezahlte Ads immer ganz oben und weniger bezahlte dementsprechend weiter unten. Das sollte man in die Positionierung mit einbeziehen. Weniger ist in dem Fall mehr, sonst stehlen die billigeren Ads schnell die Klicks von den gut bezahlten.
Zwischen Beiträgen
Sehr oft sieht man Ads auch zwischen einzelnen Beiträgen bspw. auf der Start- oder den Archivseiten. Ich hab das bei mir auf der Startseite auch gemacht. Engadget zum Beispiel macht alle 2 bis 3 Beiträge so ein kleines Banner dazwischen. Warum auch nicht, mit dem 3-way-matching aus dem letzten Teil der Serie verspricht das sicherlich ein paar Klicks (und im Fall vom Engadget wohl auch ein paar mehr). In diesem Zusammenhang muss ich noch darauf hinweisen, dass man sich auf solchen Profiseiten zwar Anregungen holen kann, was die Positionierung angeht allerdings ist die dort verwendete Anzahl an AdSensebannern nicht unbedingt immer den “normalen” Regeln entsprechend, denn große Seiten bekommen oft Sonderkonditionen, eben weil sie eine Masse an Klicks liefern.
In Beiträgen
Ab und an sieht man auch Ads direkt in Beiträgen eingeblendet. Aus meiner Sicht ist das die unschönste Variante. Das kann ganz schnell penetrant rüberkommen und die Bannerblindheit nur verstärken. Auf der anderen Seite berichten zahlreiche Quellen, dass gerade diese Ads die erfolgreichsten sind. Klingt logisch, allerdings dürften die Klicks eher zufällig entstehen und ggf. beim Klickenden auf Unmut stoßen. Daher muss man hier genau abschätzen.
Vor dem Inhalt
Eine gute Position für die AdSensebanner ist sicherlich die direkt vor dem eigentlichen Inhalt. Hierfür bieten sich vor allem Banner an, die von der Höhe her nicht so viel Platz einnehmen also der 468×60 oder 234×60 zum Beispiel. Von der Effektivität her liest man kontroverse Erfahrungsberichte. Auf der einen Seite soll diese Art der Positionierung von den Klickraten ähnlich effektiv sein wie die der AdSensebanner, die direkt im Inhalt eingeblendet werden. Andererseits berichten einige Profiblogger auch von schlechten Erfahrungen mit diesen Bannergrößen, vor allem dem 468×60. Da gilt es wohl selbst ein wenig zu experimentieren.
Sicher gibts was die Positionierung von AdSensebannern angeht noch eine Vielzahl an Möglichkeiten, auf die wir sicher zu einem späteren Zeitpunkt noch eingehen können. Im nächsten Teil widmen wir uns der Relevanz der Ads.

[…] Das angenehmste am AdSense Programm ist, dass man sich die Einblendungen, die man bekommt zurechtlegen kann, wie es einem beliebt. Zudem kommt natürlich, wie auch sonst in der Werbebranche, der Position eine entscheidende Rolle zu. Etwas weiter zurück in der Serie, als es um die Positionierung ging hab ich das Wer wird Millionär Beispiel bemüht. Warum zahlen Werbende ein Vielfaches vom Normalpreis für 30 Sekunden Werbung wenn Günther Jauch kurz Redepause hat? Die Antwort ist klar einfach, weil auf diese Weise mehr Leute angesprochen werden können. Genau das muss auch das Ziel für die Positionierung der Ads sein. Man sollte es sich also zur Aufgabe machen herauszufinden, wo seine Leser hinschauen. […]
[…] Ohne Statistiken gehts nicht. Ich persönlich habe bisher Bekanntschaft mit 2 Typen von Bloggern gemacht. Die einen checken ihre Stats alle 30 Sekunden, was in meinen Augen etwa dem Beobachten des Graswachsens gleichkommt. Die anderen erinnern sich so 1 mal in der Woche so von wegen da war ja was. Optimal ist keine der beiden Varianten. Statistiken sind wichtig, um zu schauen, was wirkt, was nicht, wenn es z.B. an die Positionierung geht. Channels sind dabei eine sehr willkommene Hilfe. […]
[…] Ohne Statistiken gehts nicht. Ich persönlich habe bisher Bekanntschaft mit 2 Typen von Bloggern gemacht. Die einen checken ihre Stats alle 30 Sekunden, was in meinen Augen etwa dem Beobachten des Graswachsens gleichkommt. Die anderen erinnern sich so 1 mal in der Woche so von wegen da war ja was. Optimal ist keine der beiden Varianten. Statistiken sind wichtig, um zu schauen, was wirkt, was nicht, wenn es z.B. an die Positionierung geht. Channels sind dabei eine sehr willkommene Hilfe. […]