Blogdesign Tipps #2

05.Februar 2006

Wie angekündigt folgt nun der zweite Teil meiner kleinen Serie. Betitelt habe ich diesen mit Wieviele Spalten braucht Blog?, denn die Anordnung und Verteilung der einzelnen Inhalte ist wohl ohne Zweifel eine der größten Zwickmühlen vor der man steht, wenn man einen Blog aufsetzt.

Welche Elemente möchte man in seinem Blog unterbringen?

Die Frage scheint auf den ersten Blick trivial zu sein, wenn man sich aber mal die Möglichkeiten vor Augen hält:

wird einem das Dilemma ganz schnell bewusst. Und die hier aufgeführten Punkte sind nur die, die mir jetzt auf Anhieb einfallen, es gibt sicher noch eine Vielzahl mehr an Möglichkeiten. Und da man seinen Lesern ja möglichst alles, wenn nicht noch mehr, bieten möchte kommt man zwangsläufig in Bedrängnis. Setzt man 2 Spalten ein wird es für den Leser unvermeidlich weit nach unten scrollen, setzt man 3 Spalten ein könnten die eigentlichen Beiträge neben den ganzen anderen Informationen etwas untergehen. Aus meiner Sicht ist es daher wichtig sich erst einmal Gedanken zu machen, welche Elemente brauch ich überhaupt.

Prioritäten setzen

Das man keinen Link zu flickr brauch, wenn man dort keinen Account hat ist offensichtlich, aber bei anderen Dingen könnte es schwerer werden auszufiltern, was man auf der Seite unbedingt haben möchte und was eher außen vor bleiben kann. Ich merke das bei meinen aktuellen Umgestaltungsgedanken sehr deutlich. Soviele Features, soviele Plugins, die man gerne nutzen möchte. Es ist daher unverzichtbar sich bevor man einen Blog umsetzt mal über seine eigenen Prioritäten Gedanken zu machen (die obige Liste kann dazu gern als Anhaltspunkt dienen).

Positionierung der einzelnen Elemente

Users tend not to scroll!

Ein sehr schönes Zitat vom von mir sehr geschätzen Jeffrey Veen, was in etwas soviel sagen will wie Der Besucher deiner Seite neigt dazu nicht groß hin und her zu scrollen! Was ich damit sagen will ist, dass man sich bei seinen Überlegungen, welche Elemente man überhaupt einsetzen möchte zusätzlich überlegen sollte wo man diese vom Aufbau her anordnet. Um Platz zu sparen könnte man dabei z.B. Links, denen eine nicht so große Priorität zubemessen wurde in den Footer setzen (Stats, Validierungen etc.). Das gibt einem die Möglichkeit die wirklichen wichtigen Dinge weiter oben zu platzieren. Es kommt hierbei auch viel auf die eigenen Vorlieben an, so dass ich nur ein paar Richtlinien mitgeben kann, wie ich es mit der Aufteilung halte.

Und wieviele Spalten braucht mein Blog nun?

Wenn man sich zu all dem oben angesprochenen so seine Gedanken gemacht sollte man in der Lage sein sich der Frage zu widmen wieviele Spalten man nun eigentlich braucht. Die Antwort aus meiner Sicht ist, dass es keine pauschalisierte Antwort gibt. Wenn man alles, was man platzieren möchte mit einem Menü und einer Sidebar unterbringt braucht man logischer Weise keine dritte Spalte. Wenn man allerdings wie erwähnt bereits im Footer ausgelagert hat und die Sidebar dazu neigt meterweit nach unten zu gehen könnte man an einen dritte Spalte denken. Letztlich bleibt es bei einem selbst. Das war ein kurzer Einblick in die Arbeitsweise, die ich derzeit an den Tag lege, wenn ich überlege wie das neue Gesicht meines Blogs aussehen soll.

Teil 3 widmet sich gänzlich dem Kommentarkomfort und erscheint im Laufe der Woche.

Gepostet um 11:30 abgelegt unter Bloggen, Blogdesign Tipps 

9 Kommentare bisher.
1. | Jona schrieb am 05. Februar 2006 um 13:30

Das Problem Elementfilterung ist wirklich essentiel, hab ich auch schon gemerkt. Noch was nebenbei: Die Zwischenüberschriften sind im Feed so klein, dass sie dazu neigen unlesbar zu werden.

2. | Aarakast schrieb am 05. Februar 2006 um 13:48

Sehr schön wurde es hier gelöst:
http://www.i-marco.nl/weblog/
Eine Sidebar, wo alles drin ist, aber eben nicht gleichzeitig.
Ich arbeite ebenfalls an einem neuen Design, und mache dabei zwei Spalten. Etwas kommt in den Header, der Rest in die Sidebar.

Allerdings bekommt man auf der Startseite andere Elemente Angezeigt, als auf einem einzelnen Beitrag oder einer Kategorie. Alles etwas kompliziert, aber gut, wenns denn klappt.

3. | Knut Karnapp schrieb am 05. Februar 2006 um 19:08

@ Jona
Ich danke dir für den Tipp, ich werde dann gleichmal was probieren und du bist eingeladen mir zu berichten wie es ab dem nächsten oder übernächsten Beitrag funktioniert. Danke für die Info.

@ Pablo
Ich mag das Design der Seite auch, kann mich allerdings mit dem Footermenü noch nicht so recht anfreunden, aber das ist eben Geschmackssache.

4. | Martin Labuschin schrieb am 06. Februar 2006 um 7:57

Astreiner Artikel! Sehr gut beschrieben, auch wenn einiges ja selbstverständlich ist. Usability muss ja groß geschrieben werden… Ich habe diesen Artikel in meinem Recommended Sites-Bereich empfohlen.

Gruß Martin

5. | Knut Karnapp schrieb am 06. Februar 2006 um 12:01

Danke für die Blumen, Martin.

@ Jona
Von dem Fehler im Feed hatte ich vorher noch nichts gehört. Ich hab jetzt mal was probiert und bräuchte mal eine kleine Rückmeldung wenns nicht geht, danke.

6. | Jeriko One schrieb am 09. Februar 2006 um 23:11

Users tend not to scroll!

Exakt. Jetzt bin ich also hier unten bei den Kommentaren angelangt und habe nun zwei Möglichkeiten, um einen weiteren Artikel zu lesen: 1) Zurück-Button 2) Hochscrollen - beides Sachen, die ich nicht möchte.

Ich möchte damit eigentlich nur darauf aufmerksam machen, dass der Footer meiner Meinung nach eben wesentlich mehr sein kann als nur eine Ablage für unwichtige Links. Im Gegenteil, man kann ihn sinnvoll dazu nutzen, den Surfer weiter durch die Seite zu geleiten, da er (der Footer) immer das Erste ist, was er (der Surfer) nach einem Artikel zu sehen bekommt.

Aber das nur am Rande. Ich entscheide mich für Möglichkeit 2 und werde nun hochscrollen und weiterlesen :-)

7. | Jeriko One schrieb am 09. Februar 2006 um 23:11

Okay, Möglichkeit 3: Kommentar schreiben, bringt einen auch an den Anfang der Seite :-)

8. | Knut Karnapp schrieb am 10. Februar 2006 um 9:38

Danke für die Anregung. Ich war allerdings bisher nie ein Freund davon wichtige Dinge in den Footer auszulagern, einfach weil eben der Internetsurfer dazu neigt nicht groß rumzuscrollen.

Allerdings könnte man über eine zusätzliche Hilfsnavigation im Footer nachdenken, eben wie du sagst am Ende von längeren Artikeln. Ich werde darüber nachdenken. Danke für dein Feedback.

9. | jeriko one 4.0 » Jeriko One schrieb am 12. Februar 2006 um 3:11

[…] Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Navigation gelegt. Ich mag die Philosophie von Derek Powazek, die er in “embrace your bottom” beschrieben hat, und ich stimme mit der Aussage ‘users tend not to scroll!’ von kk-works.de völlig überein. Daher habe ich auch versucht, den Footer so sinnvoll wie möglich als Navigationsinstrument zu gestalten. Lasst mich wissen, was ihr davon haltet. […]

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